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33. ordentliche Mitgliederversammlung
Startschuss – Strategie „Wasser- und Bodenschutz

Die Wasserversorgung Grenzland Südost hat am 16. Jänner in der Hügellandhalle in St. Margarethen a.d.Raab ihre diesjährige Mitgliederversammlung abgehalten.

Obmann LAbg. Ing. Josef Ober konnte in einem umfangreichen Tätigkeitsbericht auf vielfältige Aktivitäten des abgelaufenen Jahres zurückblicken.

74 Mitglieder (72 Gemeinden und 2 Wasserverbände) mit ca. 110.000 Einwohnern werden versorgt.

Die Umsetzung des Wassernetzwerkes Südoststeiermark ist abgeschlossen. Durch die Vernetzung der Versorger der Region kann die Trinkwasserversorgung auch in Not- und Katastrophenfällen gesichert werden. Im Vorjahr wurde für diese Maßnah-men zur Steigerung der Versorgungssicherheit eine Summe von rd. € 700.000,-- in-vestiert. Damit wird ein Wasseraustausch in der Region sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht bereits gewährleistet.

Zur zusätzlichen externen Absicherung des Wasseraustausches in Notsituationen bzw. des zukünftigen Wasserbedarfes in seinem Versorgungsbereich hat sich die Wasserversorgung Grenzland Südost auch am Großprojekt „Transportleitung Ost-steiermark“ von Graz nach Hartberg beteiligt, welche bereits seit mehr als einem Jahr erfolgreich in Betrieb ist.

Der Jahresabschluss 2010 erbrachte ein positives Ergebnis und wurde ebenso ge-nehmigt wie der Haushaltsplan für 2012.

2011 konnte die die bisherige Rekordwasserabgabe aus dem Jahr 2010 mit rd. 2.550.000 Kubikmeter annähernd erreicht werden. Durch die Anschlusstätigkeit in den Gemeinden wird bereits ein Versorgungsgrad von rund 60 % erreicht.

Die Qualität des gelieferten Wassers kann als einwandfrei bezeichnet werden. Der gesetzlich erlaubte Höchstwert von 50 mg/l Nitrat wird deutlich unterschritten. Aktuell bewegen sich die Nitratwerte bei den Abnehmern im Rahmen von 5 bis 30 mg/l.

Unter großem Interesse der Bürgermeister der Verbandsmitglieder erfolgte auch der Startschuss zum Schwerpunktprogramm der nächsten Jahre mit dem Titel „Wasser- und Bodenschutz“. Obmann LAbg. Josef Ober betonte die Notwendigkeit einer ge-steigerten Bewusstseinsbildung bezüglich des Umganges mit diesen lebensnotwen-digen Ressourcen – die auch in Zusammenhang mit den zu erwartenden Auswirkun-gen des Klimawandels, wovon die Region der Südoststeiermark gemäß den bisheri-gen Prognosen der Wissenschaft doch maßgeblich betroffen sein wird. In seinem Fachvortrag hat Herr Dr. Johann Fank (Joanneum Research) alle zukünftig notwen-digen Maßnahmen zum Grundwasser- und Oberflächenwasserschutz, zum Boden- und Erosionsschutz und letztlich auch zum Klimaschutz anschaulich dargestellt. Je-denfalls ist vor der Umsetzung der notwendigen nachhaltigen Prinzipien in der brei-ten Bevölkerung das Bewusstsein zu schaffen, dass der Schutz all dieser ökologi-schen Ressourcen langfristig auch ökonomische Vorteile für die gesamte Bevölke-rung bringt. Das betrifft nicht nur die handelnden Personen, sondern auch den Be-reich der Ausbildung, den Bereich der Interessensvertretung usw. Die Umsetzung dieser Maßnahmen muss aus der Region heraus initiiert und getragen werden. Dazu will die Wasserversorgung Grenzland Südost auf Grundlage der einstimmig erfolgten Beschlussfassung zur Umsetzung dieser Maßnahmen in den nächsten Jahren einen maßgeblichen Beitrag leisten.

Künstliche Grundwasseranreicherung Fluttendorf/Donnersdorf der Wasserversorgung Grenzland Südost von Univ. Doz. Dr. Johann Fank, JOANNEUM RESEARCH

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